Sind so kleine Hände

Sind so kleine Hände

Gestern waren wir mit unseren kleinen Enkeln im Schwimmbad. Es war wundervoll.

Beide mit Schwimmflügelchen ausgestattet und bester Laune planschten wir und paddelten im Wasser herum. Ein bischen Frosch haben wir geübt….

Dann ging es zum Duschen und ruckizuck war die kleine Bande geduscht und wieder angezogen.

Oma, ich brauche noch  meinen Mario- unser Enkel spielt für sein Leben gerne mit den Minimariofiguren- ja, Liebling, den habe ich in der Tasche-wenn wir im Auto sind…

Ja, abwarten muss auch gelernt werden.

Im Auto saßen nun beide und knabberten an Bananen und Äpfeln. Die Hände waren voll.

Aber für Mario war natürlich noch ein Platz in der kleinen Hand.

 

Als wir um die nächste Kurve fuhren, machte sich die Brotdose selbstständig und landete im Fußraum.

Oma, meine Brotdose??

Natürlich sind wir angehalten, inzwischen sind wir ja mit mehr Geduld und Zeit ausgestattet als zu Zeiten unserer Kinder, und schnell war die Dose wieder in der Hand.

Schatzi, ich nehme mal deinen Mario, dann hast du die Hände frei zum Essen festhalten, wenn du fertig bist, dann gebe ich ihn rüber.

Guter Deal, Zu Ende gefuttert wechselte das Figürchen dann wieder nach hinten zurück.

Sind so kleine Hände, die das Leben und die Möglichkeiten erst erfassen lernen müssen.

Sind so kleine Hände und Köpfe, die dankbar nach Möglichkeiten des Verstehens greifen und die zweite Chance brauchen, wenn es beim ersten Mal schief geht.

Sind so kleine Hände, die vertrauensvoll den Austausch abwarten, um dann das Spielzeug wieder zu bekommen.

Sind so kleine Hände und Arme, die dankbar umarmen und Kuscheleinheiten verteilen aus Freude an der Zuverlässigkeit.

Was geben wir den Kindern von Heute an die Hand?

Denkt mal was ist es? Die Kinder von Heute sind leben oft zwischen zwei Extremen:

VERWÖHNT oder VERNACHLÄSSIGT.

Ein goldener Mittelweg wäre das Richtige: denn es sind so kleine Menschen, die wachsen wollen und müssen und wie Janus  Koschak zu sagen pflegt:

Haben wir Respekt vor der schweren Aufgabe des Wachsens.

Erfüllt die Bedürfnisse der kleinen Wesen, dann geht alles gut.

Geniest die Zeit mit euren Kindern und Enkeln und vermittelt ihnen Werte, die im Leben eine Unterstützung sind und begleitet sie auf ihrem Weg.

Liebe Grüße

Sylvia

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Kommentare: 2
  • #1

    Angelina (Sonntag, 09 Februar 2020 17:48)

    Super schön und treffend formuliert. Danke dafür, liebe Sylvia

  • #2

    Cordelia Lehmann (Sonntag, 09 Februar 2020 22:57)

    So schön geschrieben. Du bekommst es von den Kids vielfach zurück, wenn du respektvoll mit ihnen umgehst.