Und? Was bleibt?


Und? Was bleibt?

 

Nachdem die Eltern von alten Freunden sich sehr lange selbst versorgt haben und mit Hilfe ihren doch schon recht beschwerlichen Alltag gemeistert haben, ist der Papa nun im hohen Alter verstorben und die Mutter zieht in eine Pflegeeinrichtung. Nun steht an das Haus auszuräumen und es zum Verkauf zu präsentieren.

 

Von all den in den Jahren angesammelten Dingen bleiben einige Dinge, die bei den Kindern“ Asyl“ bekommen, vieles kann noch verkauft oder weitergegeben werden und dann?

 

Dann steht irgendwann im Raum die Frage: was machen wir mit dem Rest?

 

In der Pflegeeinrichtung ist nur begrenzt Platz und auch die Haushalte der Kinder sind ja gefüllt.

 

So kommen einige Erinnerungsstücke in Verwahrung und der Rest kommt WEG.

 

Oh, ja, das kenne ich: nach dem Räumen des Hauses meiner Mutter blieben 3 Kistchen mit wichtigen Papieren, Bilderalben und persönliche Filme wurden gesichert und dann- ja der Rest kommt dann weg.

 

Was bleibt von einem Leben an materiellen Gütern? Vielleicht das eine oder andere Schmuckstück? Ein paar wichtige Papiere? Bilder?

 

Ich versuche meinen Kindern später gute Erinnerungen zu hinterlassen:

 

Begegnungen und nette Gespräche, Umarmungen, gemeinsames Lachen und Unterstützung, wenn sie gebraucht wird.

 

Ich weiß, wir brauchen alle unsere 100.000 Dinge- doch was bleibt ist etwas anderes.

 

In diesem Sinne fröhliche Energie beim Minimieren und Leben.

 

Sylvia

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Ursula Ulli (Dienstag, 04 August 2020 08:00)

    Hört sich genauso an, wie es bei mir war, als mein Vater zuerst ging, Mutter kam ins Blindenheim, die Wohnung wirde aufgelöst. Viele Dinge, an denen beide hingen, landeten im Müll. Vieles wurde verkauft, einiges gerettet.
    Auf der "Müllseite" stand auch der coole Eierkocher und die weltbeste Nagelschere (Vaters Beteuerung), gleich zwitschert er wieder, der Eierkocher, in meiner Küche. Wenn ich einmal im Monat in Berlin war, amüsierte mich der Ton, dann Vater: "Den kriegst du, wenn wir nicht mehr da sind!" So ist es gekommen.
    Und natürlich, die Erinnerungen hat jeder für sich, die kann einem keiner nehmen oder streitig machen.