Die Motivation für den Alltag ist weg

Hilfe, seine Motivation ist im Keller

 

Eine Mutter bat mich um Rat: Ihr Sohn 8 Jahre alt ist immer so schnell entmutigt, traut sich nichts mehr zu und meint, er schaffe, was auch immer, sowieso nicht. Wir sprechen noch ein bischen über dies und jenes in seinem Alltag und schnell wird klar: Am liebsten würde er seine Zeit vor einem elektronischen Gerät verbringen. Sie regelt die Zeiten und ist in guter Absprache mit ihrem Sohn und natürlich geraten sie immer wieder aneinander, denn er möchte weiter machen -schließlich hat er den Level wieder nicht geschafft und will es noch einmal versuchen. So vergeht die Zeit, die er spielen kann und leider schafft er es einfach nicht.

 

Bei der Beschreibung denke ich immer: ist ja klar, dass sein Selbstwert im Keller ist und er sich im Normalleben immer weniger zutraut.

 

Was wir brauchen sind auch Erfolge!

 

In der virtuellen Welt wollen die Kids oft Spiele spielen, die ihrer Altersstufe nicht entsprechen, denn sie sehen bei Eltern, Geschwistern oder auch Freunden, dass diese genau das spielen und das wollen sie dann auch.

 

Nehmen wir mal das Beispiel und gehen in die reale Welt:

 

Stell dir vor du bekommst eine Aufgabe, die du nicht erreichen kannst- egal wieviel Zeit und Geduld du investierst. Du probierst und machst sie immer wieder und kommst einfach nicht zum Ziel. Irgendwann bist du entmutigt- und denkst auch bei anderen Dingen, die gleichen Gedanken, die dich so entmutigen, denn die sind dir präsent. Wenn dann kein Erfolgserlebnis kommt, keine Aufgabe, die du erfolgreich bewältigen kannst, dann zieht das grössere Kreise, denn von den anderen kommt dann auch keine Anerkennung. Das wirkt sich dann auf die Motivation, vor allem bei Kindern, aus.

 

In einer Studie wurde herausgefunden, dass Menschen, die wählen können, ob sie Anerkennung von ihrem Umfeld/ Chef bekommen oder eine Gehaltserhöhung, die Anerkennung bevorzugen. Anerkennung gibt es nur bei Erfolg und erreichen eines Zieles.

 

Also liebe Eltern schaut hin, was und wieviel eure Kinder sich in der virtuellen Welt bewegen und wie sich das auswirkt. Solltet ihr merken, dass tut ihnen nicht gut, dann seid der Chef und schafft Alternativen in den Angeboten.

 

Viel Erfolg dabei wünscht euch

 

Sylvia

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Ursula Ulli (Montag, 26 Oktober 2020 10:33)

    Ja - wähle ich auch.
    Eine supertolles Gefühl habe ich ich immer noch, als ich aus dem Urlaub zurückkam, da lag bei der eingegangenen Post eine Karte "Wie schön, dass es dich gibt" - sooo schön.
    Anerkennung, Ermutigung und Glücksgefühl = Seelenfutter hoch drei.
    Dankeschön, wie schön, dass es DICH gibt!