Kindeswohl und Dunkelziffer

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Kindeswohlgefährdung

 

 Gespräche die  mich in der letzten Woche sehr beschäftigt haben:

 

 In Zeiten von Corona sind viele Kinder unterm Radar- heißt, da guckt niemand wie es Ihnen geht.

 

Für sehr viele Familie ist der Alltag mit Kindern eine große Herausforderung. In Coronazeiten wird dem nochmal die Krone aufgesetzt. Den Kindern wird der Normalalltag weggenommen, kein Treffen mit Freunden keine Schulzeiten, keine Kindergartenzeiten, kein Vereinssport, keine Musikschule im schlimmsten Fall sind sogar die Spielplätze gesperrt. Was macht das mit unseren Kindern?

 

Welche Unterstützung erhalten Eltern in diesen außergewöhnlichen Zeiten?

 

Jeder von euch der Kinder hat, weiß was das gerade bedeutet. Da gibt es so einen Spruch der lautet: es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen. ( Über Wortspiele denke ich gerade mal nicht)

 

Und nun? Was passiert da?

 

Wer sieht die Not der Eltern mit dem Paket, dass sie alleine stemmen müssen?

 

Die Not der Eltern plötzlich Lehrer sein zu müssen.

 

 Die Schere wird immer größer- gut gefördert oder nicht- was heißt das im Sommer, wenn die Leistungen abgefragt werden?

 

Plötzlich bekommt das Kind nicht mehr in der Einrichtung seine warme Mahlzeit am Mittag, die muss Mutti im Homeoffice bis Mittag gezaubert haben- das Budget wird schmal, die Kinder brauchen 3 Mahlzeiten am Tag mehr aus dem heimischen Kühlschrank. Vielleicht hat Mutti auch nicht die Fähigkeit eine Mahlzeit zu zubereiten, dann gibt es  für´s Baby Dönner und kalte Ravioli aus der Dose. ( Quellenangaben sind vorhanden- bleiben allerdings geheim)

 

Die Statistiken für übergewichtige Kinder schnellen hoch- die Kinder haben zu wenig Bewegung und zu viel Medienkonsum.

 

Für manche Kinder ist es auch besser in der Einrichtung zu sein- nicht alle Eltern schaffen es ein gewaltfreies und sicheres Zuhause zu schaffen- das war schon immer so- was ist jetzt möglich diese Kinder zu schützen, wenn die Zeiten in Schule Hort und Kindergarten wegfallen?

 

Ja, wofür gibt es denn Kinderrechte- schlagen ist doch verboten. Aussage eines Grundschülers: Echt? Meine Eltern wissen das gar nicht. ( Aussage aus 2018)

 

Eine TN sagte am Samstag: Mich hat das Thema sexuelle Prävention in unseren Einheiten so sehr beschäftig. Ich bin immer noch so erschrocken, wie hoch die Dunkelziffer ist- wie viele Kinder geschlagen und vergewaltigt werden, heute in unserer Zeit.

 

Seht ihr hier, wie viele tiefgehende Gespräche ich in der letzten Woche ( meistens ONLINE)  geführt habe?

 

Die meisten Worte da oben kommen nicht von mir. Die Fragen stellen sich viele Menschen in dieser Zeit.

 

Machen wir es möglich mehr Kinder zu unterstützen. Macht trotz Maske die Augen auf- seht die Not der Familien und die Not der Kinder. Hört Kindern zu und schaut nicht weg. Miteinander statt alleine- auch wenn so viel heute Online gehen muss. Nebenan wohnt trotzdem immer noch ein Mensch mit all seinen Bedürfnissen, Wünschen und Sorgen. Stell dein eigenes Denken nicht ein und bleibe trotz Abstand im Kontakt.

 

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