Neutral- ach wenn es doch so leicht wäre

 

Neutral – ach, wenn es doch so leicht wäre

 

Ich gehe durch mein Leben als neutraler Beobachter.

 

Ja, das habe ich gerne so- ich übe mich darin und es gelingt mir mehr und mehr- manchmal auch weniger.

Da merke ich, wie Situationen und Aussagen mich doch mehr beschäftigen als es genau in diesem Moment für mich gut ist.

 

Das kennst du vielleicht auch, ich mache mal ein Alltagsbeispiel:

 

Vor mir fährt ein Auto mehr oder weniger sicher- mal ein bischen über den Mittelstreifen, dann ganz rechts, dann wieder ganz schön schnell für die Geschwindigkeit, die hier vorgegeben ist und dann so langsam, dass ich mir überlege, ob ich nicht doch überhole. Das alles mitten bei uns im Ort. Mein Heimatstädtchen ist sehr langezogen und von vorne bis hinten sind gut 10 km zu fahren.

 

Ich will da ja gar nicht urteilen- doch meine Gedanken schweifen aus der Neutralität im JETZT und schon bin ich in der Vergangenheit- man! der fährt ja wie der Opa auf der Bundesstrasse im letzten Sommer- oder in der Zukunft: hoffentlich können alle mit dieser Fahrweise umgehen, haben genug Zeit und springen gegebenenfalls rechtzeitig zur Seite, falls es wieder fast auf den Gehsteig geht.

 

In diesem Beispiel ist es mir gelungen im Jetzt zu sein: Ich hupe- hupen ist ja nichts Verwerfliches, wenn es zu einer Verbesserung der Situation im Jetzt kommt. Mein Ansinnen hat Erfolg: der Fahrer fährt rechts ran und beendet auf dem Standstreifen seine angestrebte Tätigkeit.

 

Das ist Freiheit: anstatt dessen, was sein sollte oder gewesen ist oder erst sein wird- im Hier und Jetzt die Gedanken und Situationen real zu sehen und in Bewegung zu kommen.

 

Ob der Fahrer das nun gut fand, dass kann und will ich nicht beeinflussen. Da bin ich ganz bei mir- mir geht es jetzt besser und ich freue mich, dass nichts passiert ist.

 

Freiheit meine Gedanken in eine Richtung zu lenken, Freiheit, die anderen nicht zu verurteilen auch wenn unsere Meinungen auseinander gehen. Freiheit, das Hier und Jetzt auf mich wirken zu lassen ohne sofortige Beurteilung und das Abschweifen in Vergangenheit oder Zukunft bewusst wahrzunehmen und zu unterbrechen, wenn ich es möchte.

 

Ich wünsche dir auch viele Momente im Jetzt und grüße dich herzlich

 

Sylvia

 

 

 

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