Unser Ermutigungs-Blog

Hier schreiben wir regelmäßig über Themen die uns bewegen und eng mit der Ermutigung verbunden sind. Wir freuen uns, wenn auch Du hier den einen oder anderen Gedanken mitdenken kannst, Anregungen bekommst und Dich ermutigt fühlst das Gute in den Vordergrund zu stellen.


Zeit zum Reden

„Holst du die Kinder ab?“ – „Ich muss jetzt eben zur Physiotherapie!“  zack und weg. Abends geht der Fernseher an und wieder weiß keiner was den Anderen beschäftigt.

Wie ist das in deiner Beziehung? Falls du eine hast oder gehabt hast…

Thema ist oft die Planung des Alltags. Was muss gemacht werden und  wer macht was.

Zeit zum Reden? Wie geht es dem Anderen und was hat er erlebt. Fehlanzeige.

 

Im Encouragingtraining lernen wir das „Zübamo“ kennen, eine besondere und sehr wirkungsvolle Form des Austausches miteinander. Für die Beziehung/Familie und auf der Arbeit. 

 

 

In Norddeutschland gibt es eine weitere Methode: Gemeinsam Krabben pulen ;)

Gestern hatte ich wieder das Vergnügen mit meinem Mann Krabben zu pulen. Da steht dann ein großer Pot, der muss abgearbeitet werden und dann gibt es „lecker Essen“.

Das kostet Zeit. Für so 1 Kg Krabben sitzen wir mal eben eine ¾ Stunde bis Stunde und da ist ausreichend Zeit für Austausch J. Zwei Menschen, 1 Kg Krabben und Reden.

Ich kenne einige Familien, da ist es ein richtiges Fest mit der Großfamilie Krabben zu pulen und es wird fröhlich geplaudert.

Wie kommst du ins Gespräch? Nimmst du dir bewusst diese Zeit?

Diesen Gedanken weiter zu denken lohnt sich!

 

Eine schöne Woche wünscht Euch

  

Susanne

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Mut brauchen wir immer!

...und wie bekommen wir ihn?

Indem wir ermutigt werden oder, noch besser, gelernt haben uns selbst zu ermutigen.

 

Seit über 10 Jahren bin ich jetzt Encouraging Trainerin und trotzdem noch nicht vollkommen in dem was ich lehre. Ist das schlimm? Nein. Das genau ist es, was ich gelernt habe in all den Jahren. Ich bin ich und so wie ich bin, bin ich gut genug!

Gut genug, um andere Menschen das Thema Ermutigung näher zu bringen, Fehler zu machen, mich zu korrigieren und dann mit Begeisterung weiter zu machen.

So unvollkommen wie ich bin, die Inhalte des Encouraging Trainings in mein Leben zu integrieren.

In einem spannenden Interview von Winfried Berner (Die Umsetzungsberatung) mit dem Altmeister der Ermutigung, Theo Schoenaker, wurde mir das wieder wunderbar bestätigt. Du willst mehr wissen, warum Mut so wichtig ist? Dann schaue dir am besten das Interview an: https://www.youtube.com/watch?v=PHc30G5rbps

Ich habe für mich mitgenommen, wie wichtig es ist Ermutigung auch "nach oben" (an Vorgesetzte/Chef/Chefin) zu praktizieren. Ich ermutige damit es dem Anderen besser geht, denn dann geht es auch mir gut. Das kann ich gut, wenn ich gelernt habe, dass ich so wie ich bin, gut genug bin. Das ich Fehler machen darf und trotzdem nichts von meinem Selbstwert verliere.

In irgend einem schlauen Buch habe ich mal gelesen: Geht es der Mutter gut, dann geht es auch dem Kind gut. Das trifft es genauso, mit dem Unterschied, dass wir bewusst "nach oben" ermutigen können als Erwachsene.

Natürlich kannst du ganz anderer Meinung sein, aber vielleicht bist du offen dafür etwas zu lernen und darüber nachzudenken (oder auch das Interview anzugucken).

Kritisieren und Nörgeln können wir oft besser und  das hat meistens mit der Unzufriedenheit mit uns selbst zu tun, laut Theo Schoenaker. Eine Erkenntnis, die zum nachdenken anregt, finde ich.

Zu guter Letzt werde ich mir diesen Satz merken:

Ran an die Selbstermutigung, handeln, Fehler machen, mit Anderen darüber sprechen/Austausch und wieder aktiv werden. Das macht uns zu mutigen Menschen!

 

Bleib dran! Susanne :) 

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Geschichte zum Nachmachen

 Ich besuchte eine Freundin und überreichte ihr ein kleines Gastgeschenk in einer gelben Papiertüte. Als wir wieder abreisten überreichte sie mir die Tüte mit einigen Flyern zurück. Bei näherem Betrachten befand sich auch noch ein Zettel mit einer sehr lesenswerten Geschicht ein meiner Tüte. Vielen Dank an Anna Egger dafür.

Ich wünsche euch eine gute Woche

Sylvia

Die gelbe Tüte von Anna Egger

 

Ein Mann saß auf einer Parkbank, traurig und bedrückt. Er dachte über sein Leben nach und darüber was alles schief lief. Ein  kleines Mädchen, das durch den Park schlenderte, sah den Mann, bemerkte seine Stimmung und setzte sich zu ihm auf die Bank. Sie fragte ihn: warum bist du so traurig? Der Mann antwortete geknickt: Ach, weißt du, ich habe keine Freude am Leben. Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll, alles und alle haben sich gegen mich verschworen und nichts läuft so, wie es soll.

 

Das Mädchen schaute verwundert: Wo hast du denn deine gelbe Tüte? Darf ich sie mal sehen?

 

Der Mann verstand nicht und erwiderte: Was für eine gelbe Tüte? Ich habe nur eine schwarze. Schweigend gab er dem Mädchen die schwarze Tüte. Behutsam öffnete die Kleine die schwarze Tüte und sah hinein. Das Mädchen erschrak und sagte entsetzt: Das sind ja schlimmer Erlebnisse, Alpträume, Unglück, Schmerz und Leid! Der Mann entgegnete traurig: das ist ebenso, da kann ich nichts machen.

 

Hier, schau, sagte die Kleine und reichte dem Mann eine gelbe Tüte. Etwas unsicher öffnete der Mann diese, und er sah ganz viele schöne Dinge: Sonntage, glückliche Stunden, Lachen, Freude, Unbeschwertheit und Zufriedenheit.

 

Er wunderte sich, da das Mädchen noch jung war und fragte: Wo ist deine schwarze Tüte? Die Kleine antwortete keck: die werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht mehr darum!

 

Ich denke, es ist viel schöner und sinnvoller, meine gelbe Tüte immer wieder zu füllen. Da stopfe ich so viel wie möglich hinein und immer, wenn ich Lust dazu habe oder traurig bin, schaue ich hinein. Dann geht es mir immer gleich besser. Wenn ich dann alt bin, habe ich eine ganz volle Tüte und ich kann mir viele schöne Erinnerungen anschauen.

 

Der Mann war verblüfft. Und als der Mann über die Worte der Kleinen nachdachte, war diese bereits verschwunden. Neben ihm lag eine gelbe Tüte auf der Bank. Er öffnete sie zaghaft und sah, dass sie fast leer war, nur ein herzliches Gespräch mit dem kleinen Mädchen war darin.

Der Mann lächelte und stand auf. Er nahm die gelbe Tüte mit. Auf dem Heimweg entsorgte er seine schwarze Tüte im nächsten Müllkübel

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