Unser Ermutigungs-Blog

Hier schreiben wir regelmäßig über Themen die uns bewegen und eng mit der Ermutigung verbunden sind. Wir freuen uns, wenn auch Du hier den einen oder anderen Gedanken mitdenken kannst, Anregungen bekommst und Dich ermutigt fühlst das Gute in den Vordergrund zu stellen.


Was ist richtig?

 Ganz ehrlich?! Ich weiß nicht mehr was richtig ist. Zu viele Informationen, zu viel verschiedene Meinungen, zu viele Menschen, die es genau wissen wollen und ich sitze hier mit einem hohlen Kopf und weiß gar nichts mehr.

 

Manchmal wünsche ich mir. ich wäre nicht so kritisch, würde nicht so viel hinterfragen, dann ginge es mir vielleicht besser?  Es wäre bequemer? Aber ich bin nun mal wie ich bin und sicher hat das auch seinen Sinn. Hoffe  ich  J

 

Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich meine Skepsis noch nicht mal mehr äußern mag. Ich will nicht abgestempelt werden, will keine harten Auseinandersetzungen, Beschimpfungen, wie ich sie mit Erschrecken jetzt so oft in den sozialen Medien lese.

 

Im Grunde finde ich. dass jede Entscheidung, die ein Mensch für sich trifft, akzeptiert werden sollte.

Beispiel: Jemand entscheidet sich so schnell wie möglich impfen zu lassen. Er/Sie hat Angst vor dieser Krankheit und will sich schützen. Er/Sie hat in der Familie schon viele schlimme Krankheiten erlebt (vielleicht sogar Todesfälle) und ist überzeugt, dass Impfen ein Segen für die Menschheit ist. Die Ärzte/Virologen sagen der Impfstoff ist sicher, er schützt zu 95% vor einer schlimmen Erkrankung.

 

Super! Gute Entscheidung!

 

Jemand anderes will sich definitiv nicht impfen lassen. Er/Sie hat Angst vor einem Impfstoff der nicht ausreichend erprobt ist. Es gibt in der Familie bzw. im Bekanntenkreis schon einen Impfschaden und Ärzte/Virologen die sagen: Das ist ein Experiment an der Menschheit und keiner weiß wie sich das später auf den Körper auswirkt.Die Angst vor der Impfung ist viel größer als vor der Krankheit selbst.

 

Super! Gute Entscheidung!

 

Jede der Entscheidung kann richtig, aber auch falsch sein. Keiner weiß das zu 100 % oder was für den Einen richtig ist, braucht es nicht unbedingt für den Anderen zu sein.

 

Kann ich es mir aber rausnehmen über jemanden zu urteilen, weil er nicht meine Meinung vertritt?

" Gehe 100 Schritte in den Schuhen eines anderen, wenn du in verstehen willst", rät ein indianisches Sprichwort und jetzt passt auch wieder der schöne Satz aus dem Encoraging Training:

 

 Ich bin nicht auf dieser Welt, um den Erwartungen anderer zu entsprechen und ich akzeptiere, dass die anderen auch nicht hier sind, um sich nach meinen Erwartungen zu richten.

 

Ich wünsche dir eine ermutigende Woche.

 

Susanne

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Neutral- ach wenn es doch so leicht wäre

 

Neutral – ach, wenn es doch so leicht wäre

 

Ich gehe durch mein Leben als neutraler Beobachter.

 

Ja, das habe ich gerne so- ich übe mich darin und es gelingt mir mehr und mehr- manchmal auch weniger.

Da merke ich, wie Situationen und Aussagen mich doch mehr beschäftigen als es genau in diesem Moment für mich gut ist.

 

Das kennst du vielleicht auch, ich mache mal ein Alltagsbeispiel:

 

Vor mir fährt ein Auto mehr oder weniger sicher- mal ein bischen über den Mittelstreifen, dann ganz rechts, dann wieder ganz schön schnell für die Geschwindigkeit, die hier vorgegeben ist und dann so langsam, dass ich mir überlege, ob ich nicht doch überhole. Das alles mitten bei uns im Ort. Mein Heimatstädtchen ist sehr langezogen und von vorne bis hinten sind gut 10 km zu fahren.

 

Ich will da ja gar nicht urteilen- doch meine Gedanken schweifen aus der Neutralität im JETZT und schon bin ich in der Vergangenheit- man! der fährt ja wie der Opa auf der Bundesstrasse im letzten Sommer- oder in der Zukunft: hoffentlich können alle mit dieser Fahrweise umgehen, haben genug Zeit und springen gegebenenfalls rechtzeitig zur Seite, falls es wieder fast auf den Gehsteig geht.

 

In diesem Beispiel ist es mir gelungen im Jetzt zu sein: Ich hupe- hupen ist ja nichts Verwerfliches, wenn es zu einer Verbesserung der Situation im Jetzt kommt. Mein Ansinnen hat Erfolg: der Fahrer fährt rechts ran und beendet auf dem Standstreifen seine angestrebte Tätigkeit.

 

Das ist Freiheit: anstatt dessen, was sein sollte oder gewesen ist oder erst sein wird- im Hier und Jetzt die Gedanken und Situationen real zu sehen und in Bewegung zu kommen.

 

Ob der Fahrer das nun gut fand, dass kann und will ich nicht beeinflussen. Da bin ich ganz bei mir- mir geht es jetzt besser und ich freue mich, dass nichts passiert ist.

 

Freiheit meine Gedanken in eine Richtung zu lenken, Freiheit, die anderen nicht zu verurteilen auch wenn unsere Meinungen auseinander gehen. Freiheit, das Hier und Jetzt auf mich wirken zu lassen ohne sofortige Beurteilung und das Abschweifen in Vergangenheit oder Zukunft bewusst wahrzunehmen und zu unterbrechen, wenn ich es möchte.

 

Ich wünsche dir auch viele Momente im Jetzt und grüße dich herzlich

 

Sylvia

 

 

 

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Abschied nehmen

Das Leben ist ein Kreislauf aus Geburt, Erfahrungen und Tode. Wir wissen das Menschen irgendwann gehen. Wenn es soweit ist wird deutlich wie viele Momente es im Alltag gibt in denen wir merken, dass jemand fehlt.

Ich habe meinen Vater nicht oft gesehen, mein ganzes Leben nicht. Meine Eltern haben sich früh getrennt, ich war damals erst 5 Jahre alt. Durch die Scheidung waren es dann nur ein paar Mal im Jahr, Geburtstage, Weihnachten. Trotz allem war er in meinem Leben immer präsent. Hat mich geprägt und letztendlich auch den Ausschlag dafür gegeben, dass ich jetzt Coach und Encouraging Trainerin bin und Vorträge halte (genau wie er es, im Bereich seines Berufes, lange getan hat).

Vor nicht ganz zwei Jahren erlitt er einen Schlaganfall und nach dieser Zeit habe ich mit ihm mehr Zeit verbracht als in meinem ganzen bisherigen Leben. Er konnte nicht mehr sprechen und sein ganzes Wesen hat sich verändert. Trotzdem waren wir uns näher als vorher. Erst jetzt zeigte er mir z.B. Fotoalben aus seiner Jugend und späteren Jahren. Er hatte sie früher alle sauber untertitelt und so fanden wir unseren Weg miteinander zu kommunizieren.

 

Es gab in diesen fast zwei Jahren viele Herausforderungen und  ich durfte viel lernen. Vor allem über mich selbst. Viele Gespräche mit Freunden die ähnliche Erfahrungen mit ihren Eltern hatten/haben und wie sie damit umgehen waren dabei. Für die Eltern da sein und sein eigenes Leben ausgeglichen weiterleben, das ist nicht immer einfach, habe ich für mich festgestellt.

Am Ende bin ich dankbar dafür, dass mein Vater jetzt gehen durfte. Das er erlöst ist von einem Leben, dass für ihn keinen Sinn mehr ergeben hat. Das war deutlich zu spüren.

Zwei Sätze aus dem Encouraging Training haben mich in dieser Zeit immer wieder begleitet und mir Kraft gegeben: Ich bin ich und so wie ich bin, bin ich gut genug (und du auch!).

Für den Umgang mit mir selbst und Anderen:

Ich bin nicht auf dieser Welt um den Erwartungen anderer zu entsprechen und ich akzeptiere, dass die anderen auch nicht hier sind, um sich nach meinen Erwartungen zu richten.

Diese beiden Sätze zu verinnerlichen passt für viele Herausforderungen die wir mit anderen Menschen haben, aber darüber vielleicht mehr im nächsten Blogartikel.

Ich wünsche dir das du immer einen Menschen an deiner Seite hast der dir Kraft gibt und dich in der Zeit von Herausforderungen unterstützt.

 

 

Susanne

Hier berichten wir wöchentlich über Themen die uns bewegen und eng mit der Ermutigung verbunden sind.