Es geht gar nicht um Noten

Zu einer Festivität, veranstaltet zum Ausbildungsende der Fachschule, tummelten sich die Absolventen und Eltern, sowie Lehrer, Freunde und die nachfolgenden Jahrgänge auf dem Schulhof. Mein Mann und ich standen mit unserem Sohn, erfolgreich den Abschluß in der Tasche, an einem Stehtisch und unterhielten uns.

Da kam ein Lehrer vorbei, wir machten uns bekannt.

Er strahlte uns an: Sie haben einen wunderbaren Sohn.

Ja, so etwas hört die Mutti doch gerne!  Nach kleinem Smalltalk verabschiedete er sich wieder und wanderte weiter.

Ein schönes Gefühl- doch da ist ein weiterer Gedanke! Ich will die Aussage nicht schmälern- im Gegenteil, er hat es auf den Punkt gebracht: dieser Sohn ist wunderbar, mit allen Kompetenzen des Lebens ausgestattet, eine Bereicherung für diese Welt!

Mein Denken- ich habe gar keinen einen wunderbaren Sohn- ich habe Vier!

Ich bin stolz auf diesen jungen Mann und alles was er geschafft hat und sende dann meinen Blick zu seinen Brüdern, wie diese jungen Menschen auch im Miteinander berührende Dinge in diese Welt bringen, weil sie so sind, wie sie sind.

Danke, lieber Lehrer, dass du die Saat, die wir einst säten gegossen und gepflegt hast um die Früchte zu sehen, die dann entstehen können, wenn ein ermutigendes Miteinander stattfindet.

Danke Sohn für dein „SO-SEIN“, die Brillianz deines Wesens und deines TUN´S. Ich lerne gerne von dir- du tust mir gut.

Auftrag für eure Woche: ermutigt eure Söhne und Töchter, damit sie ihre Fähigkeiten in die Welt tragen können und mutig zu sich stehen.

Mit vielen Grüßen

 

Sylvia

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Kommentare: 1
  • #1

    Ursula Ulli (Sonntag, 08 Juli 2018 16:00)

    Lustig - so ähnlche Gedanken hatte ich letzte Nacht auch. Ich habe fünf Kinder, drei prachtvolle Söhne und zwei ebenso prächtige Töchter - und keines ist weniger gut oder wichtiger als die anderen vier. Sie sind sich ähnlich und doch unterschiedlich in der Art und Weise, ihre Begabungen umzusetzen. - Zurzeit meiner Jugend hat man noch selten darüber nachgedacht, Phantasie und Kreativität wurden sogar als minderwärtige Charakterzüge hingestellt! Gut, dass man das heute richtig stellen darf.