Freude von Herzen

 

Ich fuhr langsam durch einen Ort, denn vor unserer kleinen Autoschlange hatte ein Schulbus angehalten und eine Schar Schüler strömte auf den Gehsteig. In einiger Entfernung stand ein Vater auf dem Gehsteig und wartete. Es löste sich ein kleiner Junge aus der Masse und rannte seinem Vater in die Arme. Beide strahlten sich an, blieben kurz in der stürmischen Umarmung, um sich dann miteinander unterhaltend zu entfernen.

Unser Tross kam wieder in Bewegung ich konnte weiter fahren.

Dieses kleine Bild blieb mir in Erinnerung.

Die Freude- das wilde stürmische Rennen- die offenen Arme- die Umarmung und schließlich – das gemeinsame Weggehen im Gespräch vertieft.

Wie ist es da draußen in unserer Zeit?

Immer schnell?

Direkt abholen, kein Vertrauen, das Kinder auch mal ein Stück laufen können?

Fahren, nicht Laufen – geht ja auch schneller.

Aufmerksam sein- nicht vertieft in irgendein Gerät- dann hätte der Vater die Arme nicht ausbreiten können und auch ihre Blicke wären andere gewesen.

Und schließlich noch mal ein Stück des Weges gemeinsam gehen und Interesse an einander zeigen.

Diese schönen wertvollen Eigenschaften, die nichts kosten im materiellen und doch für die Beziehungsarbeit unbezahlbar sind.

Gönne dir und deinen Lieben auch ein bischen davon.

 

Einen schönen Advent wünscht dir Sylvia

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Kommentare: 1
  • #1

    Ursula Ulli Otto (Sonntag, 10 Dezember 2017 14:15)

    ...ja, am letzten Freitag habe ich es auch erlebt. War mit 2 kleinen Kindern auf großer Reise (1 Nacht), das gab ein Hallo und Drücken, als Mama am Bahnhof stand um uns abzuholen.