Kinderermutigung

Als Eltern wollen wir, dass unsere Kinder irgendwann selbstständig durch das Leben gehen. Das sie auf das Leben vorbereitet sind. Das sie schlicht und einfach so viel Selbstbewusstsein haben, um sich selbst zu ermutigen und mit dieser Basis beizutragen.

Ich, als Tagesmutter, erlebe immer häufiger, dass Kinder verhätschelt und vertäschelt werden. Wenn ich es mal so ausdrücken darf: Sie werden von A nach B getragen, sie dürfen keine Treppenstufe runter gehen. Schlichtweg sie dürfen „eigentlich“ nichts alleine. Sie werden sogar manchmal zu den Bausteinen geschoben, weil das Kind gelernt hat, das es sich nicht anstrengen braucht.

Es geht weiter, dass das Kind immer seinen Willen bekommt, weil es zu anstrengend ist, sich dann mit dem Theater auseinander zu setzen.

Ich sehe immer wieder die Auswirkungen von diesem verhätscheln der Kinder. Die Kinder haben oft kein Selbstbewusstsein selbstständig zu handeln. Sie trauen sich nicht. Sind entmutig, weil sie gelernt haben, sie können nicht. Diese Kinder tun sich schwer damit, Dinge selbständig zu machen.

Ich versuche diese Kinder dann immer zu ermutigen, aber es braucht eine ganze Weile und jede Menge Arbeit, bis die Ermutigung Früchte trägt.

Es ist die eine Sache, ob ich mein Kind verwöhne oder ob ich ihn verhätschel und ihm ständig Dinge aus der Hand nehme.

Liebe Eltern, ihr werdet nicht immer da sein. Wenn euer Kind groß wird, z.B. in der Schule, werdet ihr nicht da sein und ihm alles hinterhertragen können. Aber es fängt auch schon im Kindergarten an, oder bei der Tagesmutter. Stricken wir weiter, später in der Ausbildung. Wollt ihr euren 16-Jährigen Sohnemann immer noch seine Brotdose hintertragen oder ihn an die Hand nehmen, wenn er eine Treppenstufe hinunter gehen soll? Natürlich sind dies jetzt extrem Beispiele oder auch nicht, wie du es nimmst.

Ermutigt eure Kinder, die Welt zu entdecken!!! Sie müssen auch mal lernen, dass wenn sie zu einem Baustein wollen, sich bewegen müssen. Sie müssen lernen, dass manche Dinge nun mal anstrengend sind. Sie müssen auch mal lernen, wenn sie ihre Brotdose vergessen haben, es nichts zu essen gibt. Oder wenn sie ihre Handschuhe nicht anziehen wollen, die Finger kalt werden.

Wir sind ihre Eltern und Elternsein bedeutet zu ermutigen und zum Wachstum des Kindes beizutragen. Es heißt auch liebevolle Grenzen Setzung. Wir können nicht immer ihre besten Freunde sein, wir müssen auch mal den unbequemen Weg gehen.

Denkt immer daran, dass die Vorrausetzung zum Lernen die Ermutigung ist. Nur wenn das Kind (Mensch) ermutigt ist, möchte es beitragen, sich mitteilen, dabei sein. Nur dann entwickelt sich das Selbstbewusstsein.

Stell dir vor, dir wird alles aus der Hand genommen, weil ich dir nichts zu traue. Stell dir vor, was dann mit deinem Selbstbewusstsein sein und deiner Ermutigung passiert….

 

Eure Steffi

 

P.S. Wenn du nicht weiterweißt, oder vielleicht einfach eine Ermutigung zur Ermutigung für dein Kind brauchst, dann sprich uns einfach an. Wir haben die Werkzeuge dafür 😊

 

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