Die Faszination der ermutigenden Haltung

Die Faszination der ermutigenden Haltungen

 

Vor ein paar Tagen habe ich mein erstes Buch veröffentlicht und ich möchte heute über meine Gefühlswelt schreiben, während ich das Buch geschrieben habe. Ich muss mich natürlich vorsichtig ausdrücken, damit ich nicht verrate, was im Buch passiert. 😊

 

Es war unglaublich faszinierend, wie sehr ich mit den Charakteren im Buch mitgelitten habe, mitgefühlt habe und vor allem mitgefiebert habe. Besonders beeindruckend empfand ich die ermutigenden Eigenschaften in dem Buch und ihre Wirkung. Oder wenn ein Charakter diese Eigenschaften nicht so hatte, wie die Wirkung dann war. Das wurde mir allerdings erst hinter her so richtig bewusst.

 

Beim schreiben war ich komplett in der Rolle drin und habe gehandelt, so wie sie handeln würden. Manchmal habe ich beim Schreiben gedacht: „Warum tust du das jetzt?“

 

Jetzt wo es fertig ist und ich es ganz nüchtern betrachte, als Außenstehende, sehe ich warum sie manchmal so gehandelt haben wie sie gehandelt haben. Warum bestimmte Reaktionen auf Handlungen kamen. Letztendlich wie im wahren Leben. Ausschlaggebend für die entscheidenden Momente im Buch, waren tatsächlich der Einsatz von ermutigenden Qualitäten oder eben keinen Einsatz. Ob eine Vertrauensbasis da war oder eben keine.

 

Ich finde es wirklich faszinierend was für Auswirkungen die Haltung hatte. Natürlich beobachte ich das auch im wahren Leben. Aber es nochmal hautnahe im eigenen Roman zu erleben. Mit den ganzen „Stimmen“ ( 😊 ) im Kopf, ist nochmal eine ganz andere Erfahrung.

 

Ein Charakter im Buch (ich möchte keine Namen nennen), habe ich zu Anfang nicht gemocht. Die Handlungen dieser Person waren für mich wirklich anstrengend. Es hat mich jedes Mal Überwindung gekostet das Kapitel dieser Person zu schreiben. Erst im Laufe des Buches, habe ich den Charakter immer besser kennengelernt und habe verstanden warum die Person so handelt wie sie handelt. Nicht das ich persönlich so gehandelt hätte, aber diese Person hatte in dem Moment keine anderen Möglichkeiten als so zu handeln. Das hat mir mal wieder gezeigt, nicht vorschnell zu verurteilen. Denn das können wir wieder auf das wahre Leben projizieren. Uns werden immer wieder Menschen begegnen dessen Handlungen wir nicht verstehen, die wir nicht nachvollziehen können. Aber wir kennen weder ihre Geschichte, noch was sie durchgemacht haben, noch ihre Beweggründe warum sie so Handeln. Gerade wenn wir uns, in eine für uns negativen Situation befinden, greifen wir immer wieder zu denselben Reaktionen zurück. Einer reagiert bockig, der andere wird laut, der andere zieht sich zurück usw. Es ist an uns dieses Repertoire zu erweitern, damit wir nicht immer wieder in einer Sackgasse enden. Denn so wie wir dasselbe „Werkzeug“ für bestimmte Situationen haben, hat es vielleicht unser Gegenüber auch. Und wenn jemand bockiges auf jemanden trifft, der sich jedes Mal zurückzieht. Könnt ihr euch vorstellen wie das jedes Mal aus geht?

 

Was würde nun passieren, wenn derjenige der sich nun immer zurückzieht, über seinen Schatten springt, in seiner Werkzeugkiste wühlt und mal eine andere Reaktion hervorholt und einfach mal zu dem anderen hingeht und ein ruhiges Gespräch suchen würde? Den Ausgang der Geschichte könnt ihr euch selber überlegen. Von meiner Seite war es das für heute. 😊

 

Wir hören uns bald wieder

Eure Steffi

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